Dieser Friedenswunsch der hl. Franziskus inspirierte uns Franziskanerinnen, in der heutigen friedlosen Zeit über Wege zum Frieden nachzudenken. Dazu hatten wir interessierte Menschen zu einem besinnlichen Nachmittag am 14. März 2026 eingeladen. Mit 25 „WeggefährtInnen“ suchten wir gemeinsam nach Ideen, wie die Botschaften und Taten des Hl. Franziskus, uns zu einem friedvollen Miteinander ermutigen können.

Da war es die Geschichte eines Wolfes, der zur Zeit des hl. Franziskus die Stadt Gubbio terrorisierte. Die Bewohner der Stadt hatten sich voller Angst hinter Mauern verschanzt. Es war ihnen nicht gelungen, den fresswütigen und aggressiven Wolf mit ihren Waffen in Schach zu halten. Franziskus aber geht dem wilden Tier schutzlos und mit offenen Armen entgegen. Er macht über den Wolf das Kreuzzeichen und nennt ihn Bruder. So gelingt es ihm, einen Vertrag zwischen ihm und den Bewohnern von Gubbio auszuhandeln, nicht ohne vorher dem Wolf wegen seiner bösen Taten ins Gewissen geredet zu haben.
In einer weiteren Wolfgeschichte aus der Tradition der Indianer hörten wir, dass in unserem Inneren ein böser und ein guter Wolf miteinander kämpfen. Welcher Stimme schenken wir Gehör in unserem Herzen? Ist es die Stimme des bösen oder die des guten Wolfes? Es kommt ganz darauf an, welchen „Wolf“ wir füttern, so sagt uns die indianische Weisheit.
In einer meditativ kreativen Phase sammelten wir auf einfachen Mandelas „Futter“ für den guten Wolf: Vertrauen, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Geduld, Wahrheit,…
Mit Liedern und Gebeten brachten wir abschließend in der Klosterkirche unsere Sehnsucht nach Frieden vor Gott, der uns Kraft zu einem friedvollen Leben schenken kann.
Text: Sr. M. Elvira Reuberger, Fotos: Sr. M. Franziska Bruckner



